#auszeitadvent Türchen Nr. 21

Wann warst du das letzte Mal im „Hier & Jetzt?“

„Achtsamkeit“, „Hier und Jetzt“, „Mindful Living“… die Begriffe werden mittlerweile oft benutzt wie, Reklameschilder in der Vorweihnachtszeit. In jedem Supermarkt gibt es Ratgeber, Kalender, Tischaufsteller und Karten, die uns dabei helfen sollen, ein achtsameres Leben zu führen. Das ist schön, denn der Fokus in der Gesellschaft geht in eine Richtung, die uns sicherlich mehr bringt, als die 5. Dekoschale mit Echtwachskerze und das Duschgel passend zur Handlotion. Letztendlich kommt es natürlich darauf an, ob wir eine achtsame Haltung verinnerlichen und auch danach leben. Dann ist es auch vollkommen ok, sich einen Achtsamkeitskalender als kleine, liebevolle Erinnerung auf den Küchentisch zu stellen 😉

Wir sollten uns auch keinesfalls davon distanzieren , sondern den o.g. Worten wieder ihre wahre Bedeutung zurück geben und dieser Bedeutung aufrichtige Aufmerksamkeit schenken.

Achtsamkeit ist eine Herausforderung. Die Herausforderung das Leben wieder mit den Augen eines Kindes zu betrachten. In die Welt zu gehen, als würden wir sie zum ersten Mal betreten. Dinge, die wir schon unzählige Male getan haben, wieder mit einem Anfängergeist und einer Neugier zu tun, als wäre es das erste Mal. Zum Anfang zurück kehren ohne einen Entwicklungsschritt zurück zu machen. Im Gegenteil, in dem wir unseren Anfängergeist wieder wecken, erlauben wir es uns, uns weiter zu entwickeln, zu wachsen. Sobald wir einer Tätigkeit, einem Menschen, einem Moment die volle Aufmerksamkeit schenken und im „Hier und Jetzt“ sind entdecken wir in einer scheinbar gewohnten Umgebung, an einem uns gut bekannten Menschen und in den banalsten Situationen wieder ganz neue Dinge, Merkmale und Momente, die unseren Horizont erweitern und uns nebenbei auch noch ziemlich glücklich und zufrieden machen.

„In jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ – sicherlich auch ein Spruch, der sehr oft unaufmerksam „benutzt“ wird und in dem gleichzeitig so viel Potential steckt, wenn wir die wahre Bedeutung dahinter erkennen.

Der Zauber des Anfangs – jeder kennt ihn. Aus Neugierde, Vorfreude und auch vielleicht aus Angst vor etwas Neuem wird Zauberei, ein magischer Moment. Verliebt sein, die ersten Schneeflocken, die ersten Schritte deines Kindes, der erste Vortrag zu deinem Herzensthema….

In dem wir eine achtsame Haltung uns, den Dingen, Menschen und Umständen um uns herum gegenüber einnehmen, holen wir uns den Zauber des Anfangs wieder zurück in unser Leben.

Warum also nicht mehr Zauberei, mehr Anfang, mehr schöne Momente? Mein Aufruf an alle, die das hier lesen: lasst uns die Welt wieder mit den Augen eines Kindes betrachten. Unvoreingenommen. Ohne Bewertung. Voller Neugier. Und mit der glasklaren Sicherheit, dass wir nichts verpassen werden, sondern nur mehr erLEBEN. #magic

In der Audiodatei teile ich eine sehr passende Geschichte zu diesem Thema und hoffe sie inspiriert dich:

3 Übungen, um deine Achtsamkeit zu schulen – such dir was aus:

1. Höre dein Lieblingslied:
Such dir heute mal dein absolutes Lieblingslied raus. Schalte rundherum alles ab, was nichts mit dem Hören dieses Liedes zu tun hat. Dann dreh dein Lied auf und hör zu. Fühle jeden Ton. Mach intuitiv die Bewegungen, die sich zeigen. Hör es bis zum Ende an, bis zum allerletzten Ton. Was fühlst du? Was hörst du? Welches Instrumente und Stimmen kannst du vielleicht erkennen? Nimm alles wahr und genieße.

2. Schaue einen (Weihnachts-)Film:

Such dir einen schönen Film raus, den du vielleicht schon kennst und schaue ihn diesmal ganz ohne Ablenkung. Ohne Handy, ohne Essen. Nur du, der Film und deine Emotionen. Lass dich voll und ganz auf die Story ein. Welche Emotionen löst der Film aus? Wie ist deine Körperhaltung, z.B. In aufreibenden Szenen? Tauche voll und ganz in den Film ein. Vielleicht erkennst du die Intention, die der Regisseur bei seinem Drehbuch verfolgte. Die Stimmung, den tieferen Sinn. Lass dich ein und werde Teil des Films.

3. Iss deine Lieblingssüßigkeit (oder auch Lieblingsalzigkeit ;)):
Setz dich an einen ruhigen Ort, ohne Ablenkung – kein Handy, kein Buch, kein Fernseher, keine Musik. Nur du und z.B. dein Stück Schokolade. Betrachte das Stück und überlege dir, wer alles an der Zubereitung beteiligt war. Übe dich in Dankbarkeit für alle, die es möglich gemacht haben, dass du dieses Stück Schokolade in Händen halten kannst. Dann schließ deine Augen und rieche daran und erkenne den leckeren Duft. Vielleicht läuft dir schon das Wasser im Mund zusammen. Dann erkunde mit deiner Zunge das Stück Schokolade. Konzentriere dich darauf, was auf deiner Zunge passiert. Was schmeckt du bereits ohne rein gebissen zu haben? Dann erlöse dich und nimm einen winzigen Bissen und lass es auf deiner Zunge zergehen. Entdecke die Konsistenz, den intensiven Geschmack und wie sich das Stück Schokolade langsam auflöst. Guten Appetit!

Susanne Schlindwein

Susanne Schlindwein

Wer könnte Susanne besser beschreiben, als Susanne selbst? Daher hier Susanne über Susanne! 🙂

Ich liebe es kreativ zu sein. Ob beim Schreiben, (Mandala)malen oder Fotografieren. Hauptsache etwas Schönes entsteht. Humor ist mein liebster Begleiter, denn er hält uns lebendig. Der Mond und die Sterne faszinieren mich bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter.

Seit 2019 ausgebildete Trainerin für Achtsamkeit, Stressmanagement und Meditation. Im Jahr 2020 will ich nebenberuflich in diesen Themenfeldern anderen Menschen dabei helfen wieder in ihre innere Balance (zurück) zu finden. Erste Workshops für nächstes Jahr sind in Planung- Stay tuned.

Unter @subalance_ findet man mich auf Instagram. Subalance steht für innere Balance im stressigen Alltag. In Zeiten, in denen an jeder Ecke Informationen lauern, die verarbeitet werden wollen, ist es wichtig seine innere Balance zu behalten und vor allem wieder herstellen zu können, wenn uns der alltägliche (Input-)Wahnsinn überrollt.

Der Name Subalance setzt sich für mich aus zwei Aspekten zusammen. SU steht hier einerseits für einen Teil meines Namens und letztendlich für mich, aber auch für alle anderen Menschen, denen ich mit meiner Arbeit helfen kann. Und BALANCE steht ganz einfach übersetzt für das Gleichgewicht – vor allem für „das innere Gleichgewicht„. Das heißt in erster Linie ist es wichtig, dass wir alle unser inneres Gleichgewicht kennen und es immer wieder herstellen können, um so wiederum die nötige Kraft zu besitzen auch für andere wieder voll und ganz und im „Hier und Jetzt“ – in welcher Rolle auch immer- präsent sein zu können.

Disclaimer: Der Auszeit-Adventskalender ist ein Herzensprojekt und es erfolgte keinerlei finanzielle Aufwendung seitens der Türchenbefüller*innen an mich.